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Als es begann - die Zukunft schreiben, bevor sie geschieht

Claudia Pollack 0 Kommentare

Was wäre, wenn man die Zukunft schreiben könnte, bevor sie geschieht? Claudia

Pollack, zeitgenössische Künstlerin hat genau das getan.

Sie hat sich das Jahr 2026 vorgestellt – nicht als ferne Möglichkeit, sondern als

bereits Erlebtes – und es in Worte gefasst, als läge es schon hinter ihr. Denn wer die

Zukunft im Rückblick beschreibt, bevor sie Wirklichkeit wird, beginnt vielleicht genau

damit, sie zu erschaffen.

 

Ein Jahr, das alles veränderte

Ich erinnere mich noch, es war 2026.

2026 wurde der Wandel zum ersten Mal wirklich spürbar.

 

Der Zerfall

Wir konnten zusehen, in Echtzeit, wie um uns herum zusammenfiel, was so

verkrustet, verdorben und undienlich war, dass es sich quasi von innen selbst aufaß.

Ein Tumor, der seinen Wirt zerfrisst, bis weder Wirt noch Tumor noch existent sind.

Und wir sahen dabei zu. Es lief vor unseren Augen wie ein Film ab, während wir im

echten Leben tätig waren. Der Fernseher stand im Wohnzimmer und da lief eben

dieser Film, während daneben gespielt, gegessen, geplant, gebaut und philosophiert

wurde. In solchen Momenten wird deutlich, wie Zeitgenössischer Kunst gesellschaftliche

Veränderungen widerspiegeln und zum Nachdenken über unsere Gegenwart anregen

kann.

Und irgendwann machte irgendjemand dann auch einfach mal den Fernseher aus. Läuft sowieso nichts Interessantes.

 

Der Prozess des Wandelns

Und so begann es. Wir lernten, Alchemisten zu sein. Wir nahmen diese ganze

Energie des Untergangs und bauten damit unsere Zukunft. Mensch zu sein,

verkörpert zu sein, wurde zu unserer Quelle – zur tiefsten kreativen Inspiration.

Ehrlich gesagt haben wir unsere Augen seither einfach nicht mehr abgewandt von

der Schönheit unseres Menschseins. Wir haben nicht mehr aufgehört, auf die

Schönheit zu schauen, die wir sehen wollten. Es war wie ein Traum. Bis der Traum

Wirklichkeit wurde. Ich erinnere mich noch an das traumwandlerische Gefühl. An

den Glauben, der zu Beginn noch zart und oft unbeständig war.

 

Vertrauen ist der Brennstoff

Wir brauchten Vertrauen damals. Vertrauen ohne Beweise. Vertrauen ins Vertrauen

war der Brennstoff für unsere Kreationsmaschinen. Für Claudia Pollack als

zeitgenössische Künstlerin bedeutete das: weitermachen, erschaffen, gestalten – bis

die Räder sich zu drehen begannen, die Zahnräder ineinandergriffen. Bis es rollte,

ohne zu stocken.

 

2026 war das Jahr, in dem alles begann.

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